Wie sich das Datensicherheitsmanagement im Jahr 2023 verändert

Mar 14, 2023
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Die Entwicklung der Datensicherheit

Ein guter Freund von mir, der zufällig auch ehemaliger CISO eines Fortune-50-Unternehmens ist, sagte mir einmal: „Ich bin für zwei Dinge verantwortlich: die Sicherstellung der Leistungserbringung für unsere Kunden und den Schutz der Daten, die diese Leistungen nutzen.“ Diese beiden Verantwortlichkeiten sind sehr umfangreich.

Es ist keine leichte Aufgabe, die Kundenzufriedenheit sicherzustellen, wenn man mit hybriden Infrastrukturen, dem Internet, globalem Vertrieb, regionalen Vorschriften und immer raffinierteren Angreifern zu kämpfen hat. Mein Freund wusste das, genauso wie er wusste, dass die Fähigkeit, seine wichtigsten Ziele zu identifizieren, entscheidend dafür ist, dass sein Unternehmen seine Prioritäten erfolgreich aufeinander abstimmen kann.

Traditionell haben Sicherheitsteams versucht, das „Datenproblem“ zu umgehen. Die Logik dahinter war, dass ein Sicherheitsteam, das seine Infrastruktur auf dem neuesten Stand hält und sein Netzwerk auf Bedrohungen überwacht, Wachsamkeit und Sicherheit gewährleisten kann. Dieser Ansatz erfordert kein Verständnis der vom Unternehmen verwalteten Daten, sondern lediglich der Infrastrukturkomponenten Hardware, Netzwerke, Anwendungen und Identitäten.

In der heutigen Realität sind Datenschutzverletzungen an der Tagesordnung. Aufsichtsbehörden reagieren mit immer strengeren Kontrollen und höheren Strafen, und Nutzer müssen sowohl mit Serviceausfällen als auch mit Datenschutzverletzungen leben. Dies beweist einmal mehr, dass ein datenblinder Ansatz keine Option mehr ist.

Warum sich unser Ansatz ändern muss

Daten unterliegen einem enormen Wandel. Noch vor nicht allzu langer Zeit – als Google Ende der 90er-Jahre startete – wurden Daten manuell auf Disketten mit 1,44 MB Speicherkapazität übertragen. Heute werden Terabytes an Daten routinemäßig per Fingerwisch über Kontinente hinweg versendet. Früher bezeichnete „Big Data“ ein Gigabyte, heute werden Petabytes täglich von Unternehmen generiert und verbraucht.

Mikroservice-Architekturen und Datenanalysen haben Unternehmen grundlegend verändert: von der Abhängigkeit von eigenen Rechenzentren mit Data Warehouses hin zur Datenverwaltung über Hunderte von Datenspeichertypen in einer Vielzahl von IaaS-, PaaS- und SaaS-Clouds. Da sich die Art und Weise, wie wir unsere Daten nutzen, verändert hat, müssen wir auch unsere Datensicherheit anpassen.

Die moderne, dezentral organisierte Belegschaft nutzt Kollaborationstools für ihre Arbeit. Unternehmen stellen Mitarbeiter ein, die Zugriff auf sensible Daten erhalten und diesen überall dort nutzen können, wo sie online sind, mit verschiedenen Geräten und wann immer es ihnen möglich ist. Daher ist es unerlässlich, Sicherheitsmaßnahmen unter Berücksichtigung des Datenkontexts anzuwenden.

Nehmen wir beispielsweise die Anwendung geeigneter Sicherheitsvorkehrungen auf eine Tabelle mit den Geburtstagen Ihrer Mitarbeiter im Vergleich zu einer Tabelle mit deren Gehältern. Die Festlegung der passenden Zugriffsrechte, Berechtigungen, Verschlüsselung, Hash-Verfahren usw. erfordert den Kontext der Daten in der jeweiligen Tabelle und ist nicht mit einem allgemeinen Ansatz für Tabellenkalkulationen vergleichbar. Beide Tabellen enthalten Mitarbeiterdaten. Die Weitergabe der Datei mit den Geburtstagen ist jedoch unproblematisch, während die Weitergabe von Gehaltsinformationen im gesamten Unternehmen schwerwiegende Folgen haben würde.

Wie sich das Datensicherheitsmanagement im Jahr 2023 verändert

Kontinuierliche Transparenz und ein tiefes Verständnis der Daten sind grundlegende Voraussetzungen für das Sicherheitsprogramm jedes zukunftsorientierten Unternehmens.

Sicherheitsteams müssen folgende Fragen beantworten können:

  • Wie können wir einen risikobasierten Ansatz umsetzen und festlegen, worauf wir unsere Ressourcen konzentrieren sollten?
  • Wie können wir die Maßnahmen zur Behebung von Schwachstellen priorisieren, die im Falle ihrer Ausnutzung direkte Auswirkungen auf unser Geschäft haben können?

Die Beantwortung beider Fragen beginnt mit der Erstellung eines klaren Inventars Ihres wertvollsten Gutes: Ihrer Daten.

Im Cloud-Zeitalter erfordert Sicherheit im Grunde genommen, dass man immer weiß:

  • Wo Ihre Daten existieren, sowohl der Wert als auch das Risiko, das sie darstellen
  • wer hat Zugriff darauf?
  • wie es externen und internen Risiken ausgesetzt ist

Das heutige Geschäftsumfeld und die heutige Belegschaft werden sich nicht an veraltete Sicherheitsbeschränkungen halten; die heutigen Sicherheitskontrollen müssen so transparent wie möglich sein.

Sicherheitsteams müssen sich bewusst sein, dass Daten den Tresor verlassen haben und überall verfügbar sind. Und das ist gut so! Die Nutzung von Daten für die Zusammenarbeit und die Entwicklung neuer Geschäftsmöglichkeiten schafft einen enormen Mehrwert für Unternehmen. Um diese Wertschöpfung zu ermöglichen, ohne das Unternehmen Risiken auszusetzen, die diese Wertschöpfung gefährden, müssen sich Sicherheitsprogramme weiterentwickeln und Daten höchste Priorität einräumen.

Automatisierung, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit sind entscheidend, um mit dem rasanten Anstieg der Datenerzeugung und -nutzung Schritt zu halten. Eine effektive Klassifizierung und Kontextualisierung ist unerlässlich, um geeignete und wirksame Kontrollmechanismen zu implementieren. Dank Cloud-First-Prinzipien und der Fortschritte im Bereich maschinelles Lernen ist dies möglich und sogar einfach geworden. Nun gilt es für Sicherheitsteams, die Gegenwart zu nutzen und sich für die Zukunft zu rüsten, indem sie Daten in den Mittelpunkt ihrer Sicherheitsprogramme stellen.

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